Ergebnisse der Besucherbefragung 2009
Besucher ziehen positive Bilanz
Vom 3. - 5.April 2009 passierten rund 18.500 Fachbesucher die Pforten des
Messegeländes Offenburg, um die 10.Forst live, die Internationale Demo-Show
für Forsttechnik, Holzenergie und Biogasse im Südwesten Deutschlands
hautnah zu erleben. Um diese Fachmesse, zehn Jahre nach ihrer Premiere,
weiterhin zu optimieren, beauftragte der Veranstalter ein unabhängiges
Marktforschungsinstitut mit einer Aussteller- und Besucherbefragung.
„Wir werden kommendes Jahr wieder zur Forst live aus Bayreuth mit dem Bus
anreisen“, ist sich der Leiter einer Reisegruppe von Privatwaldbesitzern,
sicher. „Es hat uns toll gefallen. Die Live-Vorführungen im Freigelände und
natürlich das Großhackerareal, erste Sahne“! Vielleicht würde man daraus
gar eine zweitägige Reise incl. Übernachtung machten.
Die Meinung des sympathischen Bayern wird von sehr vielen Besuchern geteilt,
wie die nachfolgenden Ergebnisse der Besucherbefragung, Charts und
Kommentare zeigen:

Kommentar:
Rund 2/3 der Besucher kamen aus Baden-Württemberg, vor allem aus dem
Nord- und Südschwarzwald, dem Hohenzollern-Albkreis, der Bodensee-
Region und dem Großraum Stuttgart.
Leicht, aber stetig, nimmt der Anteil von Messegästen aus den benachbarten
Bundesländern Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern zu. So hörte
man häufig auch pfälzische Dialektfärbungen aus den Räumen Landau,
Kaiserslautern und Pirmasens.
Etwas zurück ging das Besucheraufkommen links des Rheins. Die Sperrung
von einzelnen Grenzübergängen wegen des NATO-Gipfels am Freitag und
Samstag hatte sicherlich hieran einen maßgeblichen Anteil. Mit 7,0 % stellten
die Franzosen dennoch das größte Kontingent internationaler Gäste dar,
gefolgt von der Schweiz, Luxemburg und Österreich. Bei Sonnenschein war
am Sonntag nahezu jeder 10.Besucher auf dem Offenburger Messegelände
ein Elsässer.
Fachinteressierte aus Nordrhein-Westfalen und weiter nordöstlich gelegenen
Bundesländern hatten sich vor allem den Freitag und Samstag als
Besuchstage ausgesucht. Sie nahmen gerne auch eine mehrstündige Anreise
in Kauf, um sich ausführlich an den Messeständen beraten zu lassen.

Kommentar:
70% der Besucher der Forst live sind unter 50 Jahre alt. Nahezu jeder Vierte
gehört der Altersgruppe zwischen 31 und 40 Jahren an. Hierbei handelt es
sich um eine kaufkräftige Generation, die sich zudem im erhöhten Maße für
regenerative Energien interessiert
Bei der Zielgruppe der bis 30jährigen, den potentiellen Gründern von Familien,
fällt auf, daß sie das Wochende für ihren Besuchstag auswählen, um ihrer
Partnerin die Vielfalt von Maschinen auf dem Offenburger Messegelände zu
zeigen, für die sie sich beruflich oder in der Freizeit interessieren.
Um sich im Vorfeld der Forst live zu informieren, nutzen die Altersgruppen 31 -
40 und 41 - 50 Jahren vornehmlich die Fachpresse sowie überproportional das
Internet. Viele der ‘Jungsenioren’ (42%) kommen zudem auf Einladung der
Aussteller. Senioren (über 60 Jahre alt) hingegen, blättern lieber in der
Tagespresse und werden durch Inserate zu einem Besuch der Internationalen
Demo-Show für Forsttechnik, Holzenergie und Biomasse inspiriert.

Kommentar:
Über Dreiviertel der Besucher der Forst live fanden die 10.Internationale
Demo-Show für Forsttechnik, Holzenergie und Biomasse gut bis sehr gut. Für
16% ging sie ‘in Ordnung’, der Anteil jener denen es vom 3. - 5.April 2009 auf
dem Offenburger Messegelände nicht gefiel, tendiert gegen Null.
Voll des Lobes waren Besucher aus den benachbarten Bundesländern
Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Bayern, die zu 83,3% dem
Veranstalter die Schulnoten 1 und 2 bescheinigten. Besonders begeistert von
den Vorführungen und der Angebotsvielfalt zeigte sich die Zielgruppe der 31 -
40jährigen. Aber auch die anderen Altersklassen standen diesbezüglich nur
gering nach. Der höchste Wert an Zufriedenheit (81,1%) konnte unter den
Besuchern festgestellt werden, die auf die Forst live durch das Internet
aufmerksam wurden, gefolgt von jenen Gästen, denen Bekannte oder
Kollegen diese einzigartige Fachmesse empfohlen hatten. Sicherlich haben
auch die Aussteller bei den ihrer Kunden nun ein ‘Stein im Brett’, die sie mit
einer Einladungs- oder einer Ermäßigungskarte in die Ortenau eingeladen
hatten.
Sehen lassen kann sich außerdem die Gesamtnote 2,15 als ermittelter
Durchschnittswert unter den über 900 Befragten.

Kommentar:
Seit ihrer Premiere wird die Forst live geprägt durch Interessenten, die
hauptsächlich in der Forst- oder Landwirtschaft tätig sind. 2/3 der zwischen 41
und 50 Jahre alten Besucher, gehört einer diesen Berufsgruppen an. Förster,
Waldarbeiter, Forstmaschinenfahrer und Landwirte waren während der
gesamten Messedauer präsent. Starkes Interesse u.a. an der bundesweit fast
einzigartigen Präsentation von Spaltautomaten hatten 18,4 % der Befragten,
die sich in die Gruppe ‘Hobby’ einordnen lassen.
Wenngleich das Angebot von Maschinen und Geräten für den GaLaBau auf
der Forst live jährlich wächst, sind nur 7% der Besucher beruflich im Gartenund
Landschaftsbau tätig. Die Zeiten knapper Kassen ist bei der Zielgruppe
‘Öffentlicher Dienst’ zu spüren. Dienstreisen werden weniger als früher
genehmigt, so daß der Anteil von 6,6 % unter der Gesamtbesucherschaft
bescheiden ausfällt. Durch gezieltes Direct-Marketing will man künftig auch
mehr Interessenten in elsässischen Kommunen ansprechen. Erfreulich
hingegen eine Steigerung im Tätigkeitsfeld Holzhandwerk.
An allen drei Messetagen dominierte die Berufsgruppe ‘Forstwirtschaft’ auf
dem 35.000 qm großen Freigelände und sorgte somit für einen hohen
Fachbesucheranteil zur Freude der rund 250 Aussteller, für die Qualität statt
Quantität wie bei gewöhnlichen Verbraucherausstellungen im Vordergrund
steht. Trotz NATO-Gipfel und den damit verbundenen Verkehrsbehinderungen
hatte die Forst live übrigens erneut die Besucherzahl steigern können.

Kommentar:
Die Forst live macht ihrem Namen alle Ehre. Fast zwei Drittel der Besucher
interessieren sich in erster Linie für Forstmaschinentechnik. Einen immer
größeren Stellenwert nimmt die Brennholzbearbeitung ein, über die sich jeder
Zweite informiert. Großes Interesse bringen diesem Segment auch Besucher
aus dem benachbarten Frankreich entgegen.
In Zeiten steigender Öl- und Strompreise bieten Pellets- und Scheitholzkessel
eine kostengünstige Alternative. Für rund jeden dritten Befragten war die
umfassende Präsentation zum Thema Holzenergie der Auslöser die Forst live
zu besuchen. Die Aussteller sollten künftig erwägen ihre Produkte auch in
französischer Sprache dem Publikum links des Rheins fachmännisch
vorzustellen, da hier ein großes Potential schlummert.
Eng mit der Forstwirtschaft ist die Landwirtschaft verknüpft, so daß sich jeder
fünfte Besucher für landwirtschaftliche Maschinen interessiert. Gegenüber vor
zwei Jahren hat der Aspekt Sicherheitsbekleidung stark zugenommen. Mehr
nachgefragt werden zudem Informationen rund um das Thema GaLaBau. Seit
der Premiere der Forst live gehören Produkte für die Baumpflege zum
Ausstellungsspektrum. Dieses Spezialthema war für 8,9 % Anlaß auf das
Offenburger Messegelände zu kommen. Klar auf dem Vormarsch sind die
Erneuerbaren Energien, für die sich nahezu jeder Zehnte interessiert.

Kommentar:
Im Durchschnitt hielten sich die Besucher der Forst live fünf Stunden auf dem
Offenburger Messegelände auf, ein sehr hoher Wert, der samstags noch
getoppt wurde. Die Angebotsvielfalt und die Vorführungen zogen Besucher
aus Rheinland- Pfalz, Hessen und Bayern förmlich in den Bann. Sie verweilten
am längsten auf der Forst live und bescheinigten dem Veranstalter damit, daß
sich auch eine weite Anreise gelohnt habe.
Ihren Messerundgang detailiert vorbereitet hatten viele Fachzeitschriftenleser,
sie knüpften im Schnitt 5,39 Stunden lang Kontakte zu den rund 250
Ausstellern, gefolgt von Fachbesuchern, die durch das Internet auf die
10.Internationale Demo-Show für Forsttechnik, Holzenergie und Biomasse
aufmerksam wurden und sich zuvor über die Exponate ausführlich informiert
hatten.
Bei der genaueren Analyse hinsichtlich einzelner Altersgruppierungen fällt auf,
daß 91,8 % der bis 40jährigen minimum drei Stunden durch die BadenArena
und das großzügige Freigelände schlenderten. Fast 2/3 dieser Altersklasse
zog es erst nach fünf bis acht Stunden nach Hause.